

1. Stellen Sie sich unseren Lesern bitte vor!
Mein Name ist Tom Freudenthal. Ich bin 50 Jahre alt, verheiratet und habe meinen Lebensmittelpunkt in Deutschland. Als Gründer und Geschäftsführer von Centered Learning Deutschland betreibe ich mein Business aber in Deutschland.
2. Sie sind als Unternehmer für beschleunigte Lernverfahren seit 2003 tätig und haben hier schon vielen Menschen geholfen. Was genau macht Sie dabei so erfolgreich?
Wichtig ist, dass wir einerseits ein System trainieren und weitergeben, das aus der Praxis kommt. Unser Wissen stammt nicht aus Büchern von anderen, sondern aus der Arbeit mit über 1000 Teilnehmern in Live-Workshops. Dadurch haben wir einen Vorteil an Erfahrung und Praxiswissen, der uns von den meisten Mitbewerbern unterscheidet.
Andererseits habe ich mich ziemlich viel mit Internet-Marketing beschäftigt und zwar mit den Spitzenleuten in den USA – von Frank Kern über Eben Pagan bis zu Jeff Walker. Das Spannende ist, täglich herauszufinden, was von den amerikanischen Direktmarketing-Konzepten auch in Deutschland funktioniert.
Zudem habe ich eine Reihe von Freunden in Deutschland, die auch im InternetMarketing unterwegs sind. Der Austausch mit ihnen hat mich immer sehr befruchtet.
Und als letztes – Systeme entwickeln und dann testen, testen, testen…
3. An wen genau richten sich Ihre Leistungsangebote? Kann und sollte jeder Mensch lernen, schneller zu lesen und besser Informationen zu speichern?
Jeder, der mehr als eine halbe Stunde lesen muss pro Tag und diese Informationen in irgendeiner Weise weiterbenutzen muss, kann von Centered Learning profitieren. Wer also im Beruf schneller lesen muss und Fakten parat haben oder irgendeine Prüfung bestehen will, für den ist das eigentlich ein Muss…Einzige Einschränkung – Kinder unter 14 Jahren. Wir richten uns eher an Erwachsene.
4. Bedeutet die Fähigkeit, schnelles Lernen zu beherrschen automatisch, dass man mehr Zeit für andere Wesentliche Dinge verschafft? Können Sie beispielsweise dadurch alle anfallenden Arbeiten selbst erledigen? Oderhaben Sie schon einmal mit virtuellen Assistenten gearbeitet? Oder auf welche Art und Weise outsourcen Sie?
Das Problem ist, dass wir alle täglich mehr Informationen zur Verfügung haben als wir jemals lesen könnten. Insofern verschafft einem SpeedReading und –Learning nur dann einen wirklichen Zeitgewinn, wenn man diese Zeit nicht sofort wieder mit neuem Lesestoff auffüllt. Manche Menschen wollen jedoch genau das erreichen, d.h. Sie wünschen sich noch mehr verfügbare Zeit zum lesen – auch in Ordnung….
Obwohl Centered Learning definitiv die Produktivität erhöht, gibt es Arbeiten, die besser outgesourced werden müssen und das hat mit FreeDays bisher sehr gut geklappt. Ich habe meine VA sogar dazu gekriegt, mich einmal täglich daran zu erinnern, dass ich ein Video produzieren wollte.
5. Welche Vorteile sehen Sie konkret im Outsourcing und welche Erfahrungen haben Sie gemacht?
Bestimmte Arbeiten müssen einfach gemacht werden, wenn man heutzutage im Internet Erfolg haben will. Präsenz für SEO muss einfach sein. Und dieses Feld ist arbeitsintensiv und muss kontinuierlich gepflegt werden. Dazu habe ich einfach keine Zeit mehr. Darum bin ich froh, dass ich diese Dinge outsourcen kann.
Nicht so gute Erfahrungen habe ich mit Contentkreation gemacht. Das erfordert in meinem Bereich einfach zu viel Fach- und Insiderwissen, das man von keinem Outsider erwarten kann. Darum behalte ich diese drei Bereiche unter persönlicher Kontrolle:
– Contententwicklung
– Marketing
– Finanzen.
Aber da bleibt fürs Outsourcen immer noch genug übrig. Mein persönlicher Ansatz ist, immer wenn ich etwas tue, von dem ich mir vorstellen kann, dass das jemand anders auch – oder besser – tun könnte, dann überlege ich mir ein System und versuche jemanden zu finden, der oder die das dann übernehmen kann.
6. Sie leben und arbeiten nicht nur in Deutschland. Auch in Amerika haben Sie sich Ihr Leben aufgebaut. Wie schaffen Sie es, diese große Entfernung zu „überbrücken“? Nutzen Sie hierfür verschiedene Tools und Kommunikationstechniken, die Sie uns empfehlen könnten?
Wir sind eine fast 100% virtuelle Company. Viele meiner Mitarbeiter haben sich noch nie gesehen. Das produziert sehr spezielle Herausforderungen – zum Beispiel kann ich nicht wirklich kontrollieren, was meine Mitarbeiter genau machen. Es gibt Zeiterfassungssysteme wie Resquetime, aber ich gehe lieber einen anderen Weg: Das Vertrauensverhältnis zu meinen Mitarbeiten muss so gut sein, dass ich sie nicht zu kontrollieren brauche, sondern lediglich die Resultate überprüfe.
Wichtig ist allerdings die Kommunikation. Und da benutzen wir Basecamp fürs Projektmanagement und Backpack für die Organisation unserer Ergebnisse von 37signals.com. Und damit sind wir sehr zufrieden.
Email versuchen wir soweit wie möglich zu vermeiden – das macht nur Chaos… Dafür nutzen wir aber andere Services die wir nutzen sind:
- Yousendit.com für das Versenden von großen Files.
- Skype – ist einfach praktisch…und umsonst.
- Teamviewer um die Bildschirme der anderen zu sehen.
- Talkyoo.com für unserer Meetings und TeleSeminare.
7. Wo in Amerika leben Sie? Bedeutet das Leben dort für LifeStyle? Sicher lässt es sich mit „Good old Germany“ kaum vergleichen. Wie erleben Sie diese Unterschiede, Gegensätze…?
Wir leben in Virginia, ca.4 Stunden südlich von Washington, in einem alten geräumigen Farmhaus auf 30.000 qm Land. Lifestyle eher nicht – MacDonalds und Co war noch nie das, was mich nach Amerika gezogen hat Eher Dinge wie mehr Platz, Offenheit in der Kommunikation, weniger Jammern und Unzufriedenheit und dafür mehr Zuversicht und Selbstverantwortung.
8. Gibt es für Sie Dinge, für die Sie sich bewusst mehr Zeit nehmen? Und was bedeutet für Sie Glück und Zufriedenheit?
Schwierige Fragen… das Wichtigste ist für mich eine gute, nahe, stabile Beziehung. Und darum ist es auch meine Frau, für die ich mir immer wieder bewusst mehr Zeit nehme… als Workaholic muss man höllisch aufpassen, dass man da auf dem Laufenden bleibt…
Zufriedenheit und Glück empfinde ich zum Beispiel abends auf der Terrasse mit einem Glas Rotwein, die Aussicht auf den Sonnenuntergang hinter den Hügeln genießend…
Herr Freudenthal, vielen Dank, dass Sie mir und unseren Lesern Rede und Antwort stehen. Ich wünsche Ihnen weiterhin alles Beste und viel Erfolg!

Interessantes Interview. Geht schon fast wieder in die Richtung von Tim Ferriss. Er hatte ja auch irgendwas mit schnellem lesen oder so am Hut :-)
Ich merke gerade in diesem Moment dass ich diese Seite deutlich ofter lesen sollte :-) - da kommt man echt auf super Ideen
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