Diesen Artikel wollte ich schon sehr lange schreiben und nach einem Kontakt heute mit einer Interessentin, die sich ursprünglich für mein Kennenlern-Gespräch angemeldet hatte und es heute Vormittag mit der Begründung “Ebbe auf dem Konto” abgesagt hat (lustigerweise ohne zu wissen, was eine Zusammenarbeit mit mir überhaupt kostet), wurde ich wieder nachdenklich und dachte, es ist Zeit mal über Investitionen und Fehlinvestitionen zu sprechen.

Ich habe die Tage hier auf meinem Blog aufgeräumt und dabei doch in ein paar Erinnerungen geschwelgt. Für mich beginnt bald mein 6. Jahr der Selbstständigkeit, irgendwie ist die Zeit rasend schnell vergangen. Ich habe schon viel darüber erzählt, was für mich gut funktioniert hat und wie ich in nur 1,5 Jahren mein Business von 0 auf 200.000 EUR gebracht habe. Viele von euch kennen diese Geschichten und Strategien.

Was jedoch auch mal gesagt werden muss, das ist nicht einfach so passiert! 🙂 Ich konnte diese Umsätze nur deshalb erreichen, weil ich vom ersten Tag an bereit war in mein Business und meinen Erfolg zu investieren – und ja, es waren auch ein paar wirklich dumme Entscheidungen dabei!

Und dumme Entscheidungen zeigen sich für uns Einzelunternehmer meistens direkt auf dem Konto. 🙂 Das ist leider die knallharte Realität…

Entrepreneurship is the process of starting a business or other organization. The entrepreneur develops a business model, acquires the human and other required resources, and is fully responsible for its success or failure.

Wikipedia, definiert Entrepreneurship wie ich finde sehr schön. Was mich an Selbstständigkeit immer begeistert hat und auch noch heute sehr begeistert ist die Tatsache, dass wir es selbst in die Hand nehmen, etwas Erschaffen, wo vorher nichts war – und doch gibt es wie immer auch die Kehrseite der Medaille und das ist, dass wir eben auch die komplette Verantwortung dafür tragen.

Und genauso ist es mit dem Investieren, egal ob in Beratung, Team und Organisationsaufbau oder Marketing und Werbung. Um zu wachsen, müssen wir investieren.

Doch im Business ist es manchmal wie im Spiel. Manchmal gewinnt man und manchmal verliert man. Meinen Kunden versuchen ich immer wieder möglichst viele Tipps und Tricks mitzugeben, damit sie nicht in die gleichen Fallen tappen müssen, doch ganz ohne Fehlinvestitionen geht es meiner Meinung nach leider auch nicht – oder aber wir backen weiter kleine Brötchen, dann können wir zwar nicht verlieren, doch wahrscheinlich werden sich unsere großen Träume auch nie erfüllen.

Und das erlebe ich leider viel zu oft bei uns Selbstständigen und Einzelunternehmern: es werden viel zu kleine Brötchen gebacken, rein aus ANGST! (Und ja, ich habe die auch – Angst – ein ständiger Begleiter oder? Trotzdem!) Statt groß zu denken und kalkulierbare Risiken einzugehen und auch mal hinzufallen, aber dann auch wieder aufzustehen und weiterzumachen. Ich höre immer von großen Träumen „Bestseller-Autor werden“, „viel Geld zu verdienen um ein besseres Leben zu haben“, „die Festanstellung an den Nagel zu hängen und endlich das zu tun, was man liebt“, „weltweit richtig viele Menschen erreichen und begeistern“, usw. usw.

Und jetzt kommt die schlechte Nachricht: Ganz ohne Investitionen wird das nie was!

Ich bin in diesem Beitrag heute wirklich offen zu euch und ich hoffe, ihr verzeiht meine Direktheit. Als ich mein Unternehmen gegründet habe, war ich 24 Jahre alt, ich hatte kein großes Kapital, auch keine reichen Familie oder einen gutverdienenden Ehemann. Und doch (!) habe ich vom ersten Tag an nach und nach in mein Unternehmen investiert, was eben möglich war.

Und ja, ich habe viele Fehler gemacht – weil ich es nicht besser wusste, weil ich eben nicht wusste, was ich heute weiß und diese Fehler möchte ich heute gerne mit euch teilen:

 

Investitions-Fehler #1: Auf die falschen Berater gehört

Sie haben es wirklich gut mit mir gemeint, doch leider waren es die falschen. Um zu wachsen und größer zu werden dachte ich einige Zeit lang, ich muss mir Berater suchen, die mich darin unterstützen können. Und ich habe mir Rat von einigen eingeholt und darin auch richtig viel Geld investiert (ihr wisst ja, Beratung ist nicht grade günstig). Ich möchte auch gar nicht sagen, dass diese Berater generell einen schlechten Job gemacht haben. Das war nicht das Problem, es waren nur nicht die richtigen Berater für mich. Ich wollte ein Online Business, Freiheit, Skalierbarkeit usw. – von meinen „falschen Beratern“ wurde ich jedoch in eine völlig andere Richtung gelenkt.

„Richtiges Business muss so und so gehen!“ (Ach ja, wer sagt das?)
So fand ich mich immer mehr in einer Welt wieder, mit der ich mich gar nicht identifizieren konnte, und ich habe meine Leidenschaft irgendwo auf dem Wege verloren. In einem anderen Blogbeitrag beschreibe ich dieses Hamsterrad, falls es dich interessiert.

Nein, es war keine gute Investition. Nicht nur das fehlinvestierte Berater-Honorar, sondern auch die Schleife, die ich gedreht habe (der Weg ohne Leidenschaft), auch das hat mich richtig viel Geld gekostet, in dem Sinne, dass ich einen für mich falschen Weg gegangen bin und mir die Motivation und Energie gefehlt hat richtig Gas zu geben.

Ich bin nicht „beratungsresistent“ geworden, nein ganz und gar nicht. Doch ich bin heute klarer, wohin ich will und ich arbeite nur noch mit Menschen als Berater zusammen, die schon einige Schritte weiter sind und zu meinen Vorbildern wurden.

Daher mein Tipp an dieser Stelle: Du musst nicht alles selbst machen, suche dir Berater, jedoch die Richtigen – und zwar Menschen, die das erreicht haben, was dein Ziel ist und dir Best Practice zeigen können und die eine ähnliche Weltanschauung wie du haben.

 

Investitions-Fehler #2: Team und Festangestellte

Nun, als Agentur für virtuelle Assistenz war mein Team mein höchstes Gut und auch mein größter Investitionsfehler! Ich habe einiges erlebt mit dem Team, was sicher Raum für einen eigenen Blogartikel hätte. Es waren viel gute, aber leider auch sehr viele schlechte Erfahrungen dabei. Diese Erfahrungen gehören dazu, das ist völlig OK. Was mein Fehler war, dass ich oft zu lange an den Personen festgehalten habe. Heute sage ich, sobald man ein „schlechtes Gefühl“ hat mit einem Teammitglied ist man schon dabei Geld zu verbrennen – direkt oder indirekt.

Mein Gefühl hat mich nie belogen!

Ich hatte auch eine Festangestellte in den letzten Jahren. Allein diese Festangestellt, die nur ein paar Monate bei mir gearbeitet hat, hat mich rund 10.000 EUR gekostet: Gehalt und Nebenkosten + zusätzlicher Aufwand anderer Mitarbeiter (Sachen mussten doppelt und dreifach bearbeitet werden, weil sie ihren Job nicht richtig gemacht hat), Krankheit, Zu-Spät-Kommen, Unzuverlässigkeit usw. Ich höre mit meiner Aufzählung besser auf, bevor es fies wird. 🙂

Auch heute habe ich noch ein virtuelles Team, was mich unterstützt, jedoch arbeite ich nur noch mit freien Mitarbeitern auf flexibler Basis. Ich schließe es nicht aus, dass sich das jemals ändern könnte, jedoch bin ich hier sehr, sehr vorsichtig geworden.

Daher mein Tipp an dieser Stelle: Team ist eine Investition. Du brauchst früher oder später Menschen, die dich unterstützen. Doch lerne langsam und vorsichtig. Denke lieber über ein virtuelles, flexibles Team nach, das du auch nur dann zahlen musst, wenn auch wirklich Arbeit da ist, statt ein Festangestellte mit Fixkosten, Lohnnebenkosten, Krankheits- und Urlaubsausfall.

 

Investitions-Fehler #3: Klassisches, nicht-messbares Marketing

Heute ist Marketing mein Hauptjob. 🙂 Doch das war nicht immer so, ich habe weder eine Ausbildung, noch ein Studium in Marketing. Alles, was ich in den letzten 5 Jahren gelernt habe, habe ich mir selbst beigebracht – und das manchmal auf die harte Tour, denn auch hier wusste ich ja wieder nicht, was ich eben nicht wusste.

Ich habe ziemlich viel ausprobiert und rückblickend kann ich sagen, das meiste Geld habe ich mit klassischem, nicht-messbarem Marketing verbrannt.

Ich war bspw. auf Messen. Das war toll, mit Messestand und Standpersonal. Grade die erste Messe.. wow man hat sich gefühlt, wie eine richtige Firma *lach*. Return of investment fast gleich Null. Und das war nicht nur einmal so. Ich habe es 4-5 x versucht, auf den unterschiedlichsten Messen und Veranstaltungen. Für mich und mein Business ist das rausgeschmissenes Geld. Die 2.000 EUR für einen Messestand stecke ich heute viel lieber in Facebook Werbung und baue damit rund 800 neue Abonnenten für meine E-Mail Liste auf. (Für einen Abonnenten zahle ich rund 2,50 €) Die E-Mail Liste ist heute das Haupttool, aus der ich meine Kunden und Umsätze generiere – immer und immer wieder.

Manchmal verführt mich eine andere neue Marketing-Wunderdroge auch kurz und ich überlege, mhh, sollte ich es versuchen. Doch ich bin da sehr vorsichtig geworden!

Mein Tipp an dieser Stelle: Lerne, wie man Online Marketing macht und Kunden über das Internet gewinnt: Kostengünstig, planbar und effektiv. Das ist gut angelegtes Geld.. und das sage ich nicht nur, weil man das bei mir lernen kann. Sondern andersherum, man kann es heute bei mir lernen, weil ich der Meinung bin, dass das das beste angelegte Geld überhaupt ist!

Ich glaube ich sollte noch einen Blogbeitrag über meine besten Investitionen schreiben. 🙂

 

Investitions-Fehler #4: Fixkosten

Die Fixkosten fressen uns die Haare vom Kopf, richtig? Leider ja! Als ich gegründet hatte, hatte ich fast gar keine Fixkosten (und ich fand das toll!). Mein Büro war derzeit im Haus meiner Mutter (besagtes Büro mit 80er Jahre Tapete *lach*) und ich hatte sonst auch nicht viel, was ich brauchte, außer einen PC (hatte ich sowieso schon) und das Internet (ok rund 30 EUR Fixkosten).

Doch wenn man dann so wächst mit dem eigenen Unternehmen, kommen nach und nach mehr Fixkosten dazu: Büro, Auto Leasing, Online Tools, Mitarbeiter usw. usw.

Als ich letztes Jahr mein Geschäftsmodell geändert habe um wieder mehr zu meiner Leidenschaft zurückzukommen, habe ich auch angefangen nach und nach meine Fixkosten wieder zu reduzieren. Wenig Fixkosten sind für mich = Freiheit.

Heute hat mein Business inkl. aller meiner Online Tools weniger als 200 € Fixkosten im Monat – und es ginge noch reduzierter, aber ein paar Tools brauche ich zum Leben. *lach*

Meine Empfehlung an dich: Wenn du ein bisschen so tickst, wie ich, dann brauchst du nicht viele Fixkosten für den Aufbau deines Business. Bleibe ortsunabhängig und zeit- und räumlich flexibel und reduziere deine Fixkosten auf ein Minimum, es wird dir Freiheit schenken – und du wirst auch wunderbar Durststrecken (die kommen werden) überstehen und meistern. Denn wenn das kommt, dann brechen uns meist die Fixkosten das Genick.

 

Investitions-Fehler #5: Wenn ich nur mehr Geld hätte, wäre alles anders

Das ist schon eigentlich kein richtiger Investitionsfehler, sondern war lange mein Glaubenssatz. Doch heute sage ich, es ist eigentlich egal, wie viel oder wenige Umsatz wir machen, man hat trotzdem immer das Gefühl, wenn man nur noch etwas mehr Geld zur Verfügung hätte, dann könnte man dies und das machen (was der große Durchbruch ist).

Das ist alles Quatsch und eigentlich verbrennt dieser Glaubenssatz nur Geld, denn so gehen wir auf die Suche nach Geldquellen, die wir eigentlich gar nicht bräuchten.

Es hat mal jemand zu mir gesagt: „Mit Geld macht man die teuren Fehler!“ – und das ist so wahr! Ich glaube, wenn du etwas wirklich machen willst, dann findest du Wege, wie du das machen kannst, egal ob du wenig oder viel Geld zur Verfügung hast.

Lasse dich nicht von diesem Glaubenssatz bremsen. Es gibt immer einen Weg, du musst nur kreativ sein und Augen und Ohren nach Möglichkeiten offen halten und dann auch in die Gänge kommen und zuschlagen, wenn sich eine Möglichkeit bietet.

Wenn wir uns stattdessen einreden, dass wir ja jetzt nicht weiterkommen, weil uns eben dieses Geld für diese und jene Investition fehlt, dann bleibt eine Sachen wirklich sicher: Wir kommen nicht weiter!

 

Denk drank, es ist wie im Spiel, manchmal verliert man und manchmal gewinnt man. Doch ohne Verlieren, auch kein Gewinnen und deshalb bin ich froh über meine Investitionsfehler, denn ohne sie wäre ich heute nicht da, wo ich bin – auch wenn die Fehler wirklich nicht immer angenehm waren. 🙂 That’s life und hat auch einige Tränen gekostet.

 

Ich wünsche mir, dass mehr Selbstständige aufhören „kleine Brötchen zu backen“!

Um wieder auf meine Anfangsgeschichte zurückzukommen. Meine Interessentin von heute morgen: Ich bin ein bisschen traurig für sie, dass sie aufgrund von akutem Geldmangel ihren Traum begräbt bzw. wieder kleine Bröchten backt, denn sie hat mir im Vorfeld erzählt, was sie für eine großen Traum hat und was das für sie bedeuten würde diesen zu erreichen. Schade, dass sie mir auch nicht die Gelegenheit gegeben hat, ihr aufzuzeigen, wie ich ihr dabei helfen könnte und dass das gar nicht so eine große Investition ist, wie sie sich vielleicht ausgemalt hat.

Ich wollte sie hiermit nicht an den Pranger stellen, sondern vielmehr anderen zeigen, denen es vielleicht ähnlich geht, dass ich dieses Gefühl auch zu gut kenne und dass es doch leider dazu gehört, um weiter zu kommen. (Sorry, dass ich keine besseren Nachrichten habe!)

Ich wünsche mir, dass mehr von uns Einzelunternehmer und Selbstständigen aufhören kleine Brötchen zu backen und stattdessen das ein oder andere kalkulierbare Risiko auf sich nehmen. Wir brauchen kein Venture-Capital, auch keinen Business Angel! Das ist doch das Tolle in unserem Geschäftsmodell, unsere Risiken sind planbar und überschaubar und selbst wenn man einmal falsch investiert hat, dann heißt es, hingefallen, aufstehen, Krone richten und weiter geht`s! Das wünsche ich mir für dich!

 

P.S. Ok, das war jetzt sehr persönlich, ich hoffe das war Ok für dich. Wie hältst du es mit dem Investieren im Business? Welche Erfahrungen hast du gemacht? Ich freue mich sehr über deinen Kommentar unter diesem Artikel.

 

Hier der Link zu Teil 2 dieser kleinen Reihe: “Meine 5 besten Investitionen in 5 Jahren Selbstständigkeit.“

21 Comments

  1. Hallo Julia,

    super Beitrag, genau auf den Punkt gebracht.
    Das kann ich aus mittlerweile 26 Jahren Selbständigkeit nur bestätigen.

    Viele Grüße aus Rosenheim
    Günter

    • Julia Brötz sagt:

      Hallo Günther,

      ich freue mich von dir zu hören! Oh, wow 26 Jahre.. das ist natürlich eine ganz andere Nummer als ich in meinem 6. Jahr. Umso mehr freut es mich, dass du meine Erkenntnisse auch nach viel mehr Erfahrung trotzdem bestätigen kannst.

      Dankeschön und ich wünsche einen schönen Tag!

      Viele Grüße
      Julia

  2. Hallo Julia,

    schöner Beitrag. Es macht immer wieder Freude Deine Erfahrungen zu erfahren und sich dann selbst mal ein wenig von außen zu betrachten. Ich bin mittlerweile auch seit fast 10 Jahren als Entwickler im Bereich von Interprojekte und Spielen tätig und hab auch sehr viele Höhen und Tiefen hinter mir.
    Das letzte richtige Tief ist erst 1-2 Jahre her und man ist am Ende stärker als zuvor.
    Gerade was Investitionen angeht, kann ich Dir nur zustimmen, man muss manchmal einfach ein paar Fehler machen und daraus zu lernen. Ich hab in meiner Zeit auch schon einige Tausend Euro „verbrannt“ die nicht nötig gewesen wären. Aber ohne ein bisschen Risiko, weiß man am Ende nicht, ob es vielleicht doch Erfolg gehabt hätte.

    Viele Grüße
    Sascha

    • Julia Brötz sagt:

      Hallo Sascha,

      vielen lieben Dank, ich freue mich sehr.
      Ich glaube, dass es einfach wichtig ist auch immer mal wieder über Tiefen oder Probleme zu reden. Viele da draußen tun das nicht, jeder erzählt immer nur seine Erfolgsstorys, klingt ja auch besser. Aber das ist doch nicht die Realität. Ich bin überzeugt davon, dass hinter jeder Erfolgsstory auch ganz viele gelöste Probleme und überwundene Täler liegen.

      Und ja, du sagst es, man kommt stärker daraus hervor. Ist das nicht das Schöne am Leben, dass man jeden Tag reicher wird (mit Lebenserfahrung!)…

      Dir weiterhin ganz ganz viel Erfolg in deinem Business, Sascha!

      viele Grüße
      Julia

  3. Jenz sagt:

    Hallo Julia,
    Sehr viele Erfahrungen für so eine kurze Zeit ,alle Achtung.
    Ich bin fast 25 Jahre selbständig und habe für die meisten deiner Fehler 20 Jahre gebraucht.
    Nur einen kleinen Punkt, der mir sehr sehr wichtig erscheint, sind die Zahlen und die Steuer.
    Meine Meinug war immer wachsen und noch mehr Aufträge.
    Das war leider falsch,seit dem ich mich notgedrungen viel mehr um meine Zahlen und die steuerlichen Zusammenhänge kümmer, habe ich weniger Arbeit und mehr Gewinn.
    gruß Jenz

    • Julia Brötz sagt:

      Hallo Jenz,

      oja, absolut.. Zahlen und Steuer, sehr wichtige Themen.
      Und ja, so habe ich am Anfang meiner Selbstständigkeit auch gedacht „Mehr Aufträge, mehr Kunden“.. doch was passiert dann? Wir stecken im Hamsterrad fest. Dann ist zwar genügend Umsatz da, aber es fehlt an Zeit für alles und jeden. Deshalb bin ich ja so ein Fan von skalierbaren Geschäftsmodellen geworden.

      Danke dafür, dass du diese Erfahrung mit uns hier geteilt hast.

      Viele Grüße
      Julia

  4. Gaby sagt:

    Hallo Julia,

    vielen Dank für diesen persönlichen Artikel. Er gibt Mut und zeigt, dass es anderen auch so geht wie einem selbst. Diese so genannten Fehlinvestitionen kenne ich natürlich auch. Und auch das Thema: falsche Berater. Genau wie bei dir waren die Berater, die ich hatte nicht schlecht. Nur: sie haben mich auf Umwege geführt, die mich Zeit und Geld gekostet haben. Im Nachhinein bin ich dankbar, weil ich so gelernt habe, dass ich meinem Bauch vertrauen kann und mir Ratschläge zwar anhören kann, aber nur diejenigen umsetzen brauche, dich ich gut finde.

    Deinen Tipp mit dem Facebook-Marketing kann ich nur unterstützen. Es funktioniert wirklich: meine E-Mail-Liste wächst. Auch wenn ich ehrlich hinzufügen muss, dass es immer wieder auch Abmeldungen gibt. Das gehört dazu, und ich konzentriere mich auf diejenigen, die bleiben.

    Viele Grüße
    Gaby

    • Julia Brötz sagt:

      Hallo Gaby,

      ich freue mich, dass du dich in meinem Artikel wiedererkannt hast und dass es dir in machen Dingen genauso geht.

      Ja, ich denke, die Berater meinen es ja nur allzu gut. Was ich für mich rausgefunden habe ist recht ähnlich, wie du das was du beschreibst. Ich höre mir den Rat oder die neuen Methoden und Konzepte an, doch dann sammel ich mich wieder und schaue, was ist dafür nützlich für mich. Und wenn ich etwas gefunden habe, dann bringen ich es in meinen eigenen „Stil“ sozusagen. Damit bin ich bisher immer am besten gefahren.
      Und dem Bauch vertrauen – ja, ganz genau!!!

      Ja, es ist genial nicht wahr? Ein Facebook Verkaufstrichter (so nenne ich ihn) ist mitlerweile mein Hauptmarketing-Tool und es funktioniert super!
      Abmeldungen habe ich auch immer, aber das ist doch völlig ok oder? Ich vertrete mitlerweile die Meinung „wer sich abmeldet, hätte eh nicht gekauft“ und darum gehts letztendlich oder? Die Leads über früher oder später zu Kunden zu machen.

      Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg mit deinem Kurs (den ich total klasse finde!) und freue mich, wenn wir in Kontakt bleiben.

      Viele Grüße
      Julia

  5. Julia Brötz sagt:

    test

  6. Hall Julia,
    dein Beitrag hat mir sehr gefallen.
    Ja ich bin seit fast 30 Jahren Selbstständig. Als EDV-Trainer, als Kommunikationstrainer und als Coach für Persönlichkeitsentwicklung! Mein Klientel reicht vom Harz-4 Empfänger bis zum Dipl.-Ing.
    In diesem Geschäft muss man schon sehr empathisch sein, um die Menschen zu verstehen. Meine Investitionen waren mehr emotionaler Natur. Zeit und Geld gehen nicht immer Hand in Hand. Und scheitern gehört zum Erfolg.
    Denn nur wer das Scheitern erlebt hat, weiß was Erfolg wert ist. (Prinzip der Dualität)
    Jetzt bin ich 56 Jahre alt und habe alles was ich mir wünschte, und noch vieles mehr was ich mir niemals hätte erträumen lassen.
    Wie ich das erreicht habe?
    Dadurch das ich meiner inneren Stimme gefolgt bin.
    Denn für jeden Menschen bedeutet Erfolg etwas anderes. Und wenn man dem Erfolg eines anderen folgt, kann man niemals für sich erfolgreich sein.

    Deshalb mein Tipp!
    Finde erstmal heraus, was für dich wirklich wichtig ist, unabhängig vom Geld. Und dann wirst du merken, dass sich der Erfolg fast von selbst einstellt. Denn dann werden sich alle Bedingungen zu deinen Gunsten einstellen!
    Denn das Signal steht auf authentisch sein. Die Zeit der Lügen und Intrigen ist vorbei. Deshalb kommt für mich kein NetworkMarketing in Frage. (Habe ich auch schon probiert!)

    Ach ja! Berater! Die meisten kannst du vergessen. Die beraten dich so, dass ihr Konzept verwirklicht wird und nicht dein Wunsch erfüllt wird. Berater waren meine Fehlinvestitionen. Egal ob BWLer oder NLPler. Ich will diesen Herren und Damen keine Böswilligkeit unterstellen, aber jeder guckt halt nur aus seinem Kopf heraus.
    Und die sind auch noch auf dem Holzweg, das Geld allein Glücklich macht.
    Ihr kennt ja sicher den Spruch: „Wenn der letzte Fisch gefangen, der letzte Baum gefällt… usw“
    Deshalb, finde heraus was du wirklich willst. Was dich wirtlich glücklich macht. Nicht was Mainstream ist oder für andere gut war.
    Dann hast du eine Chance auf deinen ganz persönlichen Erfolg!

    Also in diesem Sinne
    Liebe Grüße
    Udo-Ernst

  7. Hallo Frau Brötz,

    den Beitrag finde ich wirklich gut und er erinnert mich an die 20 Jahre mit meinem Verlag und 6 Jahre als Feierkunst-Experte. Für mich wäre die einzige Ergänzung, dass bei allen Fehlinvestitionen der vergangenen Jahrzehnte (z.B. in neue Märkte – und 100.000 € reichen da wohl nicht), der entscheidende Punkt war, dass ich immer versucht habe, wenigstens noch ein Ergebnis herauszuholen, eine Antwort. Manchmal konnte ich mit ein paar Telefonaten z.B. wenigstens erreichen, dass ich wusste, WARUM etwas nicht funktioniert hatte – und das hat mir dann viele weitere Fehlinvestitionen erspart …

    Die Investition in den Bootcamp-Marketing-Tag bei Ihnen war jedenfalls keine Fehlinvestition 😉

    Herzlichen Gruß vom Bodensee

    Tobias Bücklein

  8. lulu sagt:

    Sehr schöner Blogeintrag. Danke dafür. LG

  9. Hallo liebe Julia,

    habe dich soeben erst durch das Webinar mit Marit kennengelernt und war von deinem Blogbeitrag gefesselt. Super, dass du so offen und ehrlich über deine eigenen Fehlinvestitionen sprichst und meinen großen Respekt davor, dass du inzwischen so erfolgreich geworden bist!

    Werde mich gleich mal in deine „Liste“ eintragen, ich glaube von dir kann ich noch einiges lernen 🙂

    Viele Grüße und weiter so,
    Melanie

    • Julia Brötz sagt:

      Hallo Melanie,

      oh super, vielen Dank für dein Feedback. Freue mich, dass du beim Webinar mit Marit und mir dabei sein konntest und danach noch ein bisschen auf meinem Blog gestöbert hast.

      Es ermutigt mich sehr auch über die Kehrseiten der Selbstständigkeit zu sprechen, wenn ich so positive Rückmeldung wie von dir jetzt bekomme.

      Herzlich Willkommen auch in meiner „Liste“… dann bleibst du ja auf dem Laufenden über neue Blogbeiträge und Webinare, die da so kommen werden.

      Alles Liebe!
      Julia

  10. Tobias Ain sagt:

    Liebe Julia,

    Dein Artikel ging mir sehr zu Herzen. Ich bin nun schon über 20 Jahre selbstständig und kann alles nachvollziehen und bestätigen. Deine ehrliche erfrischende Art gefällt mir sehr gut. Auch ich habe viele hunderttausend Euro investiert und mich häufig dabei erwischt, dass ich eine Abkürzung für den Erfolg gesucht habe. Wahrscheinlich ist das auch gar nicht so verkehrt, gerade im Marketing.
    Ich freue mich auch weiterhin viel von dir zu hören und dich auch mal in echt zu sehen 🙂

    • Julia Brötz sagt:

      Hallo Tobias,

      ich freue mich über deine netten Kommentar, vielen Dank dafür.
      Ich denke, die Fehlinvestitionen gehören dazu auf dem Weg zum Erfolg. Wenn es immer alles geradlinig wäre, wäre es ja auch irgendwie langweilig.

      Ja, sehr gerne auch mal „echt und live“. Freue mich auch, dich einmal persönlich kennen zu lernen.

      Viele Grüße
      Julia

  11. Karsten Wendt sagt:

    Hallo Frau Brötz,

    es war ein sehr aufschlußreicher Artikel – insbesondere kann ich Ihre Erfahrung mit fest angestellten Mitarbeitern teilen. Neben den bekannten Problemen sind die Kosten immer da, ob nun Ertrag erwirtschaftet wird oder nicht. Offenbar haben Sie Ihre Fixkosten aufgrund von Negativerfahrungen erheblich gesenkt aber Sie schreiben in einem anderen Artikel, dass Sie bei Ihrer „Kaufrate“ von 2% immer einen Umsatz von ca. 60T€ einplanen können – da muss es doch auch möglich sein, z.B. einen Firmenwagen zu refinanzieren? – Irgendwie motiviert mich dies nicht unbedingt den Aufbau eines Internet Buisiness weiter zu verfolgen zumal ich von diesen Umsätzen nur träumen kann.

    Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg und bedanke mich für Ihre interessanten Artikel!

    K.Wendt

    • Julia Brötz sagt:

      Hallo Karsten,

      freue mich von dir zu lesen.

      Richtig, ich habe mein Geschäftsmodell letztes Jahr komplett geändert. Ich bin aus dem Dienstleister-Hamsterrad ausgestiegen und habe mir Skalierbarkeit geschaffen.
      Oh, ich wollte definitv nicht sagen, dass man mit einem Internet Business keine großen Umsätze und Gewinne erwirtschaften kann. Ganz und gar nicht, das sollte nicht so rüberkommen.

      Natürlich ist ein Firmenwagen z.B. drin. Ich habe das selbst bei mir erlebt, dass man in nur wenigen Wochen und Monaten mit diesem neuen Geschäftsmodell viel erwirtschaften kann. Das Tolle ist einfach die Skalierbarkeit, denn man muss nicht parallel dazu seine Fixkosten steigern, sondern diese können beständig bleiben.
      Ich gebe ein Beispiel, damit es verständlicher wird. Zurzeit baue ich eine Online Akademie auf, ich verkaufe sowohl einzelne Kurse zu unterschiedlichen Themen (Facebook, Blog, Xing, Listbuilding usw.) als auch das Komplettpaket mit allen Themen. Das ist einmal richtig viel Arbeit das ganze Wissen aus dem Kopf in einen Kurs zu bekommen.

      Doch dann… ist es fertig und ich kann mich auf mein Marketing und auf die vielen Ideen drumherum konzentrieren. Doch letztendlich ist es egal, ob es 10 Leute buchen oder 1.000 Leute. Das ist die Skalierbarkeit, die ich meine und die ein Internet-Business so attrativ macht. Meine Fixkosten steigen fast gar nicht, auch wenn 1.000 Personen die Akademie buchen statt 10, die Basis kann die gleiche bleiben.
      Aber.. ich glaube das können Sie sich vorstellen, da ist definitiv ein Firmenwagen drin. 😉 Und dafür müssen es keine 1.000 Mitglieder sein. Ich wollte das nur als Extrem nehmen um die Skalierbarkeit aufzuzeigen.

      Den anderen Artikel, den du meinst ist sicher „Mein bester Listbuilding Tag ever“: http://www.free-days.de/mein-bester-listbuilding-tag-ever
      Das sollte dich aber motivieren. Ich habe auch bei Null angefangen, ich hatte keine Ahnung von Marketing oder Online Marketing und mein erstes Business (die Agentur für virtuelle Assistenz) und auch mein 2. skalierbares Geschäftsmodell von 0 auf 100 hochgezogen. Dranbleiben, das ist der Schlüssel, dann sind diese Umsätze nicht mehr weit entfernt. Es ist kein Spaziergang, aber definitiv möglich!!!

      Viele Grüße
      Julia Brötz

  12. Hallo Julia,

    danke für den ehrlichen Beitrag! Da waren einige sehr hilfreiche Tipps und Einsichten dabei. Ich bin jetzt erst seit einem Jahr freiberuflich tätig und kann mich gerade mit dem letzten Punkt „Hätte ich bloß mehr Geld“ sehr gut identifizieren – der Gedanke schwirrt mir oft durch den Kopf. Gerne hätte ich mehr Geld für Marketing, professionelle Beratung und diverse Dienstleistungen & Tools. Und es stimmt, dieser Glaubenssatz behindert einen nur!

    Hilfreich, war auch der Kommentar zum Thema Marketing. Messen sind oft weniger ergiebig, als man hofft – egal ob für die Aussteller oder die Besucher. Das haben mir viele meiner befreundeten Unternehmer immer wieder bestätigt. Zwischen Messen gibt es natürlich große Unterschiede, doch bei Massenveranstaltungen ist vieles dem Zufall überlassen.

    Danke noch mal für das Teilen und die Inspiration! Es ist erfrischend und wichtig, auch mal die „Realität“ hinter den Kulissen eines Unternehmens zu erfahren.

    • Julia Brötz sagt:

      Hallo Hanna,

      danke für deinen Kommentar, ich freue mich.
      Ja, die Glaubenssätze, diese blockieren uns manchmal ganz schön, dann gilt es sie aufzulösen. 😉

      Spannend zu hören, dass nicht nur ich die Erfahrung mit Messen gemacht habe.

      Dir auch ganz viel Erfolg weiterhin…

      Liebe Grüße
      Julia

  13. Simone sagt:

    Liebe Julia,
    Gut, dass Du neulich bei Ralf auf dem Seminar warst, und wir uns kennengelernt haben.
    Schon lange geistert mir die Idee des zeit- und personenunabhängigen Einkommens im Kopf herum. Meine losen Gedanken haben nun eine Struktur bekommen. Eigentlich dachte ich, eine Idee wäre viel zu groß und gar nicht zu realisieren. Jetzt habe ich jemanden getroffen der sie bereits umgesetzt hat. 🙂 Das gibt mir Mut! Los geht’s.

    Im Herbst gehe ich in die Planung, und ich bin mir sicher wir hören später.
    Ich freue mich, Simone

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